Angepinnt Paolos Erbe [Die Geschichte unserer Server-Farm]

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  • Paolos Erbe [Die Geschichte unserer Server-Farm]

    Hallo zusammen.

    Neulich meldete sich Sascha, ein alter Schulfreund, bei mir. Wir hatten schon seit vielen Jahren nichts mehr von einander gehört und so war die Freude groß. Wir quatschten stundenlang und es gab natürlich auch vieles zu erzählen. Er lebt jetzt in der Nähe von Hamburg und hat alle Hände voll zu tun mit Job und Familie.

    Leider gab es aber auch traurige Nachrichten. Kürzlich ist sein Schwager Paolo plötzlich und unerwartet gestorben und nun lebt seine Schwester alleine in Italien auf dem kleinen Hof, den sie in vielen Jahren harter Arbeit mit ihrem Mann aufgebaut hatte. Der Hof liegt in einer wunderschönen Gegend im Norden des Landes und ist umringt von einigen Feldern, auf denen Paolo verschiedene Getreidearten angebaut hatte. Auch einige Kühe, Rinder und Schweine züchtete er dort. Alles in allem reichlich Arbeit, die seine Frau jetzt unmöglich alleine bewältigen kann.

    Als Sascha so von Paolo erzählte und von den Schwierigkeiten, vor denen seine Schwester jetzt stand, entwickelte sich in meinem Kopf eine Idee, wie wir ihr helfen können. Wie wäre es, wenn wir versuchen würden, einige Hobby-Landwirte zusammenzutrommeln, die gelegentlich ein paar Tage „Abenteuerurlaub“ machen wollen? Wir treffen uns, fahren zusammen nach Italien und kümmern uns um Paolos Erbe.

    Und das ist nun auch der Grund, warum ich Euch davon berichte. Wer hat Lust dabei zu helfen, Paolos Erbe erblühen zu lassen?

    Alles was Ihr dazu braucht, ist Spaß an der (simulierten) Landwirtschaft und das richtige Werkzeug (ein PC mit Landwirtschafts-Simulator drauf).

    Wenn Ihr mitmachen wollt, schreibt bitte eine Bewerbung gemäß dieser Anleitung und legt sie in diesem Postkasten ab.

    Die nächste Tour in das „Land of Italy“ startet bald und ich würde mich freuen, wenn sich viele Helfer melden, die mitfahren wollen...

    Liebe Grüße,
    Voosle


    :) >> Höre zu, um zu verstehen, nicht nur um zu antworten. << ;)
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    Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Voosle ()

  • Mika, Sami und warme Schuhe

    Hallo Freunde,

    kürzlich war ich mal wieder bei Ramona in Italien. Die Gerste war reif und so habe ich den Tag im Gedenken an Paolo auf dem Drescher verbracht. Zum Glück ist es nicht mehr so heiß, sonst wäre ich wohl als Dörrobst zurückgekehrt
    :wacko:
    Am Abend saßen wir dann gemütlich zusammen und begossen den Tageserfolg mit einem guten Wein bei gemütlichem Kaminfeuer. Mit mir zusammen waren noch einige Helfer aus Deutschland dabei und auch zwei nette Jungs aus Finnland.

    Ramona hat sich einigermaßen von dem Schicksalsschlag im letzten Jahr erholt und recht gut aufgerappelt. Sie ist sehr froh über die viele Hilfe, die in den letzten Monaten durch unsere Initiative bei ihr angekommen ist. Der Hof hat ein ertragreiches Jahr erlebt und auch die erzielten Preise haben ihr viel Last von den Schultern genommen.
    Sie bat mich, nochmals allen Helfern ihren herzlichsten Dank auszurichten! (Was ich hiermit tue
    :thumbup: )
    Wenn ihr mal wieder Italien besuchen wollt, wird sie jederzeit ein Gästezimmer für euch zurechtmachen – ob mit oder ohne Feldarbeit!

    An diesem Abend lauschten wir auch viel den Erzählungen von Mika und Sami. Sie leben in der Nähe von Helsinki und haben dort auch einige Jahre in einem landwirtschaftlichen Betrieb gearbeitet. Dieser Betrieb ist in den letzten Jahren allerdings immer mehr verkommen, da die Arbeiter abgewandert sind. Es ist einfach ein harter Weg, bei diesen klimatischen Bedingungen erfolgreich zu wirtschaften. Und so sind im Laufe der Jahre viele abgewandert, um sich ein leichteres Leben zu machen. Der Landwirt, dem der Betrieb gehört, hat daher Stück für Stück die gepachteten Felder aufgegeben und auch die BGA verkommen lassen. Es sind einfach zu wenige Leute, die mit anpacken…
    Nun, ihr ahnt sicher schon, was in meinem Kopf so los war, als Mika und Sami davon sprachen. Ein Hof mit vielen brach liegenden Feldern, eine BGA, um die man sich nur regelmäßig kümmern muss und ein recht umfangreicher Fuhrpark, damit auch viele Arbeiter gleichzeitig anpacken können. Alles, was fehlt sind fähige Feldarbeiter, die wissen, was schwere Arbeit bedeutet… Kennt Ihr da jemanden?
    8o

    Die Preise sind im Keller, da die Handelskette im laufe der Jahre abgerissen ist und nur noch kleine Mengen an regionale Abnehmer verkauft wurden. Die Maschinen sind nicht die modernsten und sicher auch nicht in besonders gutem Zustand. Die BGA braucht zunächst viel Zuneigung um wieder in Gang zu kommen und die wenigen Tiere, die er noch nicht verkauft hat, müssen auch erst wieder aufgepäppelt werden. Eier von glücklichen Hühnern gibt’s derzeit nicht
    :/

    Immerhin besitzt er noch eine Hand voll Felder, mit denen man den Wiederanlauf ins Rollen bringen könnte. Aber es muss sehr gut kalkuliert werden. Keine unüberlegten Anschaffungen, keine Ausgaben für Kunstdünger.
    Was meint Ihr, wollen wir mal eine Tour nach Helsinki machen und uns vor Ort ansehen, ob wir den Vogel wieder zum Fliegen bringen
    :?:


    Liebe Grüße,
    Voosle

    :) >> Höre zu, um zu verstehen, nicht nur um zu antworten. << ;)
  • Herr Mayr, sein Hobby und der Weihnachtsmann

    Hallo Freunde,

    nun ist der erste Monat im neuen Jahr auch schon wieder vorüber... wie schnell die Zeit vergeht! ||

    Wie habt ihr den Jahreswechsel verbracht? Bei uns ist es seit Langem eine Art Tradition, Freunde einzuladen und dann in gemütlicher Runde allerlei Köstlichkeiten auf dem Raclette zu brutzeln und zu verspeisen. So vergeht die Zeit bis Mitternacht und wir haben viel Zeit zu Quatschen.

    Diesmal haben wir eine befreundete Familie aus dem Ort eingeladen, die mit ihren drei Kindern und noch einem netten Pärchen im Schlepptau kamen. Natürlich vertrauten wir unseren Freunden und waren einverstanden, auch wenn wir die beiden noch nicht kannten. Als wir uns begrüßten, musste ich jedoch etwas schlucken. Sie waren Österreicher und mit dieser Sprache habe ich so meine "Schwierigkeiten"...

    Zum Glück (für mich) gewöhnte ich mich schnell dran und wir hatten viel Spaß. Ich erzählte von meinen Abenteuern als Hobby-Landwirt. Und während ich davon erzählte, war ich selber auch etwas überrascht. Es ist tatsächlich sehr ereignisreich gewesen in letzter Zeit. Erst Ramona in Italien, dann der lange Arbeitsurlaub in Vancouver, die harte Zeit in Reykjavik, schier aussichtslos der Hof in Helsinki und zuletzt die verrückte Geschichte des Herr van der Velde in Utrecht. Ich hatte tatsächlich einige Geschichten zu erzählen und unsere Gäste waren sehr interessiert.

    Erst nachdem mein Hals vom vielen Reden schon ganz trocken und die Leckereien schon größtenteils verputzt waren, erfuhr ich, warum Magdalena und Sebastian so interessiert lauschten:
    In ihrer Heimat im Salzachtal gibt es einen Landwirt, der aus Salzburg kommt. Er hat, durch Umstände die sie auch nicht kennen, einiges an Land im Besitz und reichlich Maschinen für die Landwirtschaft. Seit Jahren beschäftigt er sich eher als Hobby mit dem Ackerbau und der Viehzucht -einfach, weil es ihm Spaß macht. Da er sich aber alleine um alles kümmert, ist es ihm bisher nicht gelungen, wirtschaftlich rentabel zu werden. Die Wartungskosten der Maschinen, die Versorgung der Tiere und der allgemeine Unterhalt für den Hof zehren jedes Jahr sehr spürbar an seinen Reserven. Dazu kommt, die schlechte generelle Wirtschaftslage, so dass auch die erzielten Erlöse spürbar abnehmen.

    Magdalena war kurz vor den Feiertagen im Salzachtal wandern und traf dabei auch diesen Landwirt. Sie unterhielten sich eine Weile und dabei erwähnte er, dass er sich dieses Jahr zu Weihnachten wünschte, Unterstützung bei seiner Arbeit zu bekommen. Natürlich war ihm klar, dass das Rentier auf seinem Schlitten kein Päckchen mit vielen kleinen Bauern darin bringen würde. Aber träumen wollte er schon davon...

    Und nun hört sie hier meine Geschichten und von euch: Eine unglaublich nette Truppe fleißiger Helfer und Helferinnen die sich sofort selbstlos in die Landarbeit stürzen, wenn es doch nur einen ehrenhaften Anlass gibt...

    Sie konnte mir natürlich nichts versprechen, aber sie hatte sich fest vorgenommen, bald wieder einen Abstecher ins Salzbachtal zu machen und dem Herrn Mayr von uns zu erzählen. Und verabschiedeten wir uns am 1. Januar voneinander.
    Vorhin nun klingelte unerwartet mein Telefon. Sie war total aufgeregt (was mir das Zuhören deutlich erschwerte ;) ). Sie hatte Herrn Mayr berichtet und er ... er hatte schon von uns gehört! Zuerst dachte ich, ich hätte mich verhört. Aber tatsächlich: Er hatte in der Zeitung von einem Landwirt aus Utrecht gelesen und wie ihm von einer Gruppe selbstloser Helfer aus Deutschland der Hals gerettet wurde.

    Und was soll ich sagen: Er hofft, uns bald kennenzulernen und glaubt nun doch wieder an den Weihnachtsmann! :)

    Daher bleibt mir nur noch anzufügen: Auf nach Österreich! Wer kommt mit? 8o


    Details zu Abreise: youtu.be/Cz6-Q0Nan7Q und hier: twitch.tv/gadarolhd

    LG,
    Voosle
    :) >> Höre zu, um zu verstehen, nicht nur um zu antworten. << ;)